1945-49 |
Politischer Neubeginn: SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) |
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Unter kommunistischem Zwang erfolgt am 21./22. April 1946 im Ost-Berliner Admiralspalast die Vereinigung von SPD und KPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) - teilweise gegen den Widerstand von sozialdemokratischer Seite. Der Sozialdemokrat Otto Grotewohl kapituliert vor dem Druck der sowjetischen Besatzungsmacht und reicht dem Kommunisten Wilhelm Pieck die Hand. Die SPD wird im Osten das erste Opfer der beginnenden Spaltung Deutschlands. Opponierende Sozialdemokraten werden unterdrückt und verfolgt. Trotz ihrer Vorbehalte und
im Gegensatz zur SPD der Westzonen befürworten die SPD-Delegierten
der SBZ die Zwangsvereinigung mit der KPD auf ihrem letzten eigenen Parteitag im
April 1946. Zum einen sehen sie sich doppeltem Druck durch die SMAD und die Aktionsausschüsse auf lokaler Ebene ausgesetzt, zum anderen
macht die KPD Zugeständnisse, indem sie volle Gleichberechtigung zusichert.
Die Kommunisten werden nach den Wahlniederlagen in Österreich und Ungarn
sowie im Zeichen der verschärften Ost-West-Spannungen von der Sowjetunion
unter Druck gesetzt. (db) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |